Der Ravelin
 
Der Ravelin
Auf dem Weg vom Stadtpark zur Adelbergkirche gehen wir an den beiden Verwaltungsgebäuden des KWR (Kraftübertragungswerke Rheinfelden) vorbei. Das alte wurde 1908 gebaut und damit aus Rheinfelden Schweiz auf die deutsche Seite verlegt. Das neue Gebäude entstand in den 50er Jahren. Zwischen diesem und der alten Leibinger-Apotheke (heute vom KWR genutzt), führt die Strasse zum Adelberg.
 
Hier kommen wir an einer Sehenswürdikeit vorbei, die sehr alt ist. Es ist ein Stück Mauerwerk der bis hier hinauf reichenden Befestigungsanlage des Brückenkopfes, eines sog. Ravelin. Nach der Zerstörung der starken Burg auf dem Stein 1445 durch die Eidgenossen (gegen Österreich) und den Belagerungen und Schlachten der Schweden im 30-jährigen Krieg beschloss man am Ende des 17. Jahrhunderts, die Brücke und auch die Insel neu zu befestigen. Denn jetzt begannen die Eroberungskriege Ludwig XIV., dessen Ziel es war, die Habsburger zu schwächen.
 
Unter der Oberaufsicht des österreichischen Obersten BERTAGNONI und nach Plänen des französischen Marschalls und Baumeisters Sebastien le Prestre de VAUBAN wurde die sternförmige Bastion mit Unterständen und Kasematten gebaut (bis 1690). Gleichzeitig erstand auf dem Stein ein neues trutziges Kastell, das allerdings 1744 durch die Franzosen dem Erdboden gleichgemacht wurde.
 
Die Erde, auf der Rheinfelden erstanden ist, hat viel Blut geschluckt. Kaum eine Generation hat keine kriegerischen Auseinandersetzungen, Mord, Brand und Plünderung erlebt. Besonders die Menschen in den ungeschützten Dörfern hatten viel zu leiden.
Die Ravelin-Inschriftstafel
 
 
 
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