Mauch'sche Häuser - Elsa-Brändström-Strasse![]() Vom Bahnhof, den wir durch die Fussgängerpassage verlassen, gelangen wir in die Elsa-Brändström-Strasse, wo wir unser Hauptaugenmerk auf die sogenannten Mauch'schen Häuser richten. Sie haben ihren Namen von ihrem Erbauer MAUCH, einem Architekten aus Basel, der sie mit dem spekulativen Gedanken errichtete, sie mit gutem Gewinn in der neu entstehenden Stadt vermieten zu können. Das war im Jahr 1901. Leider waren die wichtigsten Fabriken fertiggestellt, und der Zuwandererstrom der Arbeiter stagnierte, so dass viele neuerbaute Wohnungen leer blieben. Mauch musste schon zwei Jahre später Konkurs anmelden. Die drei Häuser mit ihren reichgegliederten Fassaden, ihren Balkonen, Erkern, Balustraden, Gesimsen, Rosetten, Eck- und Diamantquadern hätten ohne weiteres in eine Grosstadt gepasst. Zweifellos wären sie da zwischen gleichwertigen auch kaum so ins Auge gefallen. In Rheinfelden zeugen sie von einer allzu hohen Erwartung an das Ansehen und die Grösse der zukünftigen Stadt. Der Architekt glaubte auch, dass die Häuser an der Hauptstrasse Rheinfelden-Schweiz-Nollingen liegen würden, was sich nach dem Bau der Unterführung (1901) ebenfalls als Irrtum herausstellte. Die damalige „Oberrheinstrasse", die 1933 in „Elsa Brändstrom-Strasse" umbenannt wurde (nach einer Schwedin, die sich im Ersten Weltkrieg selbstlos um deutsche Kriegsgefangene in Sibirien gekümmert hat), ist bis heute eine unbedeutende Nebenstrasse, die auf den Oberrheinplatz führt, geblieben.
|